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Die ersten 5 Wochen im schönen, bunten und chaotischen Bolivien

Soo endlich, endlich kommt mein erster Blogeintrag!! Schon ganze 5 Wochen ist es her, dass ich das erste mal bolivianischen Boden betreten habe. Die Tage vergehen wie im Flug..und es passiert jeden tag so viel neues
Nach 15 Stunden Flug und einem Zwischenstop am Flughafen in Kolumbien, kamen wir in unserer zukünftigen Unterkunft für das nächste Jahr an. Der jetlag blieb so gut wie bei keinem von uns aus und an die dünne Luft mussten wir uns alle auch erst einmal gewöhnen. Der Flughafen in El Alto liegt schließlich auch 4000 m hoch und die Stadt La Paz, in der wir wohnen, ca. 3600 m. Hinzu kamen die ersten vielen Eindrücke von Bolivien! Natürlich merkt man auf den ersten Blick, dass es sich hier nicht um ein finanziell gut dastehendes Land handelt. Was aber wirklich keinem von uns etwas ausmachte, schließlich wissen wir alle weshalb wir hier in Bolivien ein FSJ machen
Insgesamt sind wir 20 Freiwillige, 18 aus Deutschland und 2 aus den USA. Wir verstehen uns alle super und sind auf eine Wohnung, die auf dem Gelände des Mädchenheims liegt (in der ich wohne) und auf ein Haus, extra für die Freiwilligen, aufgeteilt.
In der ersten Woche hatten wir ersteinmal Zeit uns einzugewöhnen und die große Stadt kennen zu lernen, dabei begleitete uns immer Verena, eine Deutsche, die sich um uns Freiwillige kümmert. Gerade in der ersten Woche häuften sich die vielen vielen Eindrücke von dem südamerikanischen Land und ich bin wirklich begeistert! Bolivien ist einfach mal was ganz anderes, wenn man es mit den Ländern in Europa vergleicht. Man hat von der Wohnung aus eine super Aussicht auf die Berglandschaft und ab und zu auch auf den Illimani.

Es ist außerdem total normal hier, dass  man einfach alles was man sich denken kann an jeder Ecke der Straße kaufen kann!! Es fängt beim Gemüse und Obst an und hört bei Waschmittel, Shampoo oder Klopapier auf. Natürlich ziemlich geschickt, wenn so alles schnell mal besorgt werden kann. Was mich zudem auch noch sehr beeindruckt, sind die vielen Frauen, die in ihren Cholitas herumlaufen. Das ist eine traditionelle Kleidung mit Hut, die wirklich noch sehr sehr viele Frauen tragen.

Die Straßen hier sind nicht immer ganz so eben, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Bei den täglichen Fahrten im Minibus muss man zumindest einen stabilen Magen haben und sich auf eine chaotische Fahrt gefasst machen :D Anschnallen oder auch rote Ampeln sind hier meistens Fehlanzeige! Auto fahren muss hier auf jeden Fall gelernt sein.. oder auch nicht, denn eigentlich fährt hier jeder so zu sagen wie er gerade will..was oft zu Stau und purem Chaos führt! Verkehrsschilder gibt es kaum und man ist in dem Glauben, dass der Autofahrer, der am meisten und lautesten huppt, am schnellsten ist und Vorfahrt hat. Doch auch an das gewöhnt man sich und mittlerweile ist es wirklich zur Normalität geworden!

Nachdem wir ca 2 Wochen die ganzen Projekte der Fundación Arco Iris durchlaufen und erkundet haben, kam am 18. August schließlich der Entscheidungstag, an dem sich herausgestellte ob man sein Wunschprojekt bekommt oder nicht. Hier hatte ich ziemlich Glück, denn ich bekam meinen Favoriten. Das Projekt heißt "apoyo educativo integral" und ist eine Art Tages - und Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Alter von ca. 6-13 Jahren. Es sind Kinder von Eltern, die tagsüber auf der Straße arbeiten müssen, in extremer Armut sind und entweder keine Arbeit haben oder auf der Straße gelebt haben.
Nun arbeite ich 2 Wochen in meinem Projekt zusammen mit Kathrin und es macht mir wirklich Spaß, mit den Kindern zu arbeiten! Am Anfang gab es schon ein paar Schwierigkeiten, weil man mit der Sprache noch etwas unsicher war und seine Aufgabe im Projekt noch nicht so richtig gefunden hat. Doch so langsam spielt sich alles ein und es geht jeden Tag mit dem Minibus von 9 bis ca. 17 Uhr zur Arbeit. Abends ist man dann natürlich ziemlich geschafft, da man durch den stoppenden Verkehr erst um 18 Uhr zu Hause ist. 

Die freien Wochenenden nutzen wir um die Gegend rund um La Paz zu erkunden. So waren wir beispielsweise schon im valle de la luna (eine mondlandschaft aus Felsen) oder auf dem Muela del diabolo (Teufelszahn, ein Felsen der aussieht wie ein riesiger Zahn). Eine andere spontane Wanderung führte uns ebenfalls durch eine Landschaft wie im Bilderbuch. Die Wanderung begann in einem Dorf außerhalb von La Paz, in dem es nur noch staubigen Boden gab und die Einwohner wohl einzig und allein durch die Haltung von Nutztieren überlebten. Flüsse und Felsen so weit das Auge reicht..richtig schön

 

3.9.14 03:14

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sarah Kubela (12.9.14 10:22)
Endlich erfahr ich auch mal genaueres, wie es euch am Anfang ging.

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